Ninja Woodfire OO101EU Test: Outdoor Ofen & Smoker

  • von: Jan Hädicke
  • Zuletzt aktualisiert am: 25.06.2026

Kennen Sie das Problem? Sie sitzen an einem lauen Sommerabend auf der Terrasse und haben große Lust auf knusprige Pizza wie im Italienurlaub. Oder Sie träumen von einem butterweichen Schweinebraten mit feinem, rauchigem Geschmack. Meistens scheitert das an der passenden Ausstattung: Für all diese Wünsche bräuchte man normalerweise einen teuren Grill, einen echten Pizzaofen und einen zusätzlichen Räucherofen. Das kostet viel Geld, blockiert den ganzen Platz im Garten und macht unglaublich viel Arbeit. Wer hat schon Lust, stundenlang Kohle anzuheizen und das Feuer zu überwachen? Hier kommt der Ninja Woodfire Elektrische Outdoor Ofen OO101EU ins Spiel. Er vereint all diese Geräte in einem einzigen, handlichen Gehäuse und funktioniert komplett mit normalem Strom. Ohne schwere Gasflaschen und ohne offenes Feuer. In diesem ausführlichen Testbericht zeige ich Ihnen ganz ehrlich, wie gut das Gerät im Alltag wirklich funktioniert und wie hervorragend das Essen damit schmeckt.

Das Design und die Verarbeitung im Alltag

Wenn man das Gerät zum ersten Mal aus seinem Karton befreit, fällt sofort auf, wie widerstandsfähig und stabil es gebaut ist. Es handelt sich hierbei nicht um leichtes Plastikspielzeug. Das Gerät wiegt geschätzt zwischen 15 und 20 Kilogramm. Das bedeutet für Sie in der Praxis: Der Ofen steht absolut wackelfrei und sicher auf Ihrem Tisch, auch wenn Sie kräftig an der Tür ziehen oder schwere Bleche hineinschieben. Das Stromkabel ist 1,40 Meter lang und wird bequem auf der rechten Seite eingesteckt. Ein großer Vorteil für den täglichen Einsatz ist das abgedichtete Gehäuse. Es ist nach einer offiziellen Norm gegen normales Spritzwasser geschützt. Sie müssen also nicht sofort in Panik verfallen und den Stecker ziehen, wenn es beim Kochen plötzlich zu regnen anfängt. Der Ofen kann ruhigen Gewissens im Freien stehen bleiben.

Die technischen Daten im Überblick

Damit Sie genau wissen, was in diesem Kasten steckt, habe ich die wichtigsten Zahlen für Sie in einfache Vorteile übersetzt:

  • Vollständig elektrischer Betrieb (2400 Watt Leistung): Diese hohe Zahl bedeutet, dass das Gerät rasend schnell heiß wird. Sie sparen sich das lange und schmutzige Warten, das Sie von Holzkohle kennen.
  • Wärmebereich von 40 bis 370 Grad: Sie haben die absolute Kontrolle. Sie können empfindlichen Teig bei sehr niedriger Wärme sanft ruhen lassen oder bei extremer Hitze eine klassische Steinofenpizza in wenigen Minuten backen.
  • Großer Platz im Inneren (ca. 16 Liter Volumen): Die nutzbare Fläche misst ungefähr 33 mal 33 Zentimeter in Breite und Tiefe sowie 16 Zentimeter in der Höhe. Das reicht völlig aus, um auch große Fleischstücke für die ganze Familie zuzubereiten.
  • Geprüfter Regenschutz: Das Gerät darf draußen genutzt werden und hält leichtem Regen stand. Eine passende Abdeckung für den Winter ist jedoch ratsam, damit es lange wie neu aussieht.

Was alles im Karton steckt (Der Lieferumfang)

Ein großer Pluspunkt ist, dass der Hersteller direkt ein Rundum-Sorglos-Paket liefert. Sie bekommen alles, was Sie brauchen, um sofort loszulegen. Das erspart Ihnen lästige Zusatzkäufe am Anfang.

  • Ein dicker, massiver Pizzastein: Dieser Stein speichert die Hitze hervorragend. Das bewirkt, dass der Boden Ihrer Pizza richtig schön knusprig wird und nicht matschig bleibt.
  • Ein extra schweres Backblech: Ein massives Stück Metall mit über zwei Kilogramm Gewicht. Das bedeutet, es verbiegt sich auch bei den höchsten Temperaturen von 370 Grad nicht und sorgt für ein tolles Ergebnis.
  • Ein praktischer Gitterrost: Perfekt, wenn Sie Fleisch zubereiten und das heiße Fett nach unten abtropfen soll, damit Ihr Essen nicht im eigenen Saft schwimmt.
  • Kleine Holzpellets und eine Messschaufel: Zwei kleine Probetütchen mit echten Holzstücken (Pellets) sind direkt dabei. Einmal für einen sanften und einmal für einen sehr kräftigen Geschmack. Die beiliegende Schaufel hilft Ihnen, genau die richtige Menge einzufüllen, ohne etwas zu verschwenden.

Die wichtigsten Funktionen einfach erklärt

Der Ofen lässt sich kinderleicht bedienen. Über ein klares Drehrad an der Vorderseite wählen Sie aus, was Sie tun möchten. Es gibt keine versteckten Menüs.

  • Die Räucher-Funktion (Smoker): Sie füllen lediglich eine winzige Schaufel Holz in die kleine Box an der rechten Seite. Der Ofen zündet das Holz vollautomatisch an. Das verleiht Ihrem Essen einen wunderbaren Geschmack nach echtem Lagerfeuer.
  • Das intelligente Pizza-Programm: Hier gibt es kein Raten mehr. Sie stellen einfach ein, ob Sie eine dünne italienische Pizza, einen dicken amerikanischen Boden oder eine gefüllte Calzone machen wollen. Der Ofen weiß von selbst, wie heiß und wie lange er backen muss.
  • Das zweistufige Braten (Gourmet Roast): Eine fantastische Erfindung für große Braten. Der Ofen brät das Fleisch in der ersten Stufe bei extremer Hitze an, um eine leckere, braune Kruste zu erzeugen. Danach schaltet er die Wärme völlig selbstständig herunter und gart das Essen sanft weiter, bis es weich ist.
  • Das extreme Braten (Max Roast): Für alle Fleischliebhaber. Bei vollen 370 Grad wird Ihr Steak außen in Sekunden braun und behält im Inneren seinen ganzen Saft.

Der Praxistest – So gut schmeckt das Essen wirklich

Um herauszufinden, ob die großen Versprechen gehalten werden, habe ich drei völlig unterschiedliche Gerichte in der Praxis zubereitet.

Test 1: Das perfekte Steak braten Ich habe dicke Rindersteaks vorbereitet, etwas gesalzen und ganz leicht mit Speiseöl eingerieben. Den Ofen habe ich auf die höchste Stufe für maximales Braten (370 Grad) eingestellt. Nach etwa 13 Minuten war das Gerät komplett aufgeheizt. Die Steaks kamen für insgesamt sechs Minuten hinein und wurden nach drei Minuten einmal umgedreht. Das Ergebnis war beeindruckend: Die Außenseite hatte eine wunderschöne braune Schicht, und im Inneren war das Fleisch durchgehend zart und rosa, ohne dass rötlicher Saft herauslief. Es schmeckte wie aus einem teuren Restaurant. Wichtig: Durch das Öl entsteht bei dieser hohen Hitze natürlich etwas Qualm. Da das Gerät draußen steht, zieht dieser aber sofort ab.

Test 2: Knusprige Pizza wie beim Italiener Danach war der Klassiker an der Reihe. Der dicke Pizzastein wurde im Gerät auf 245 Grad aufgeheizt, was nur knappe zehn Minuten dauerte. Ich entschied mich für das Programm für eine dickere Pizza und stellte acht Minuten ein. Der Teig ging durch die gleichmäßige Wärme sofort wunderbar auf. Der Rand wurde sehr knusprig und der Käse bekam eine tolle Farbe, verbrannte aber nicht. Eine richtig clevere Funktion: Wenn Sie mehrere Leute bewirten, fragt der Ofen nach der ersten Pizza direkt über den Bildschirm, ob Sie sofort eine weitere backen wollen. So können Sie bis zu vier Portionen hintereinanderweg backen, ohne Wartezeiten.

Test 3: Ein großer Schweinebraten mit echtem Holzrauch Für den ultimativen Härtetest kaufte ich ein zwei Kilogramm schweres Stück Schweinenacken. Hier nutzte ich das zweistufige Automatikprogramm und füllte eine kleine Schaufel der mitgelieferten Holzpellets ein. Die erste Stufe lief bei sehr heißen 340 Grad für zehn Minuten, um eine feste Kruste zu schaffen. Die zweite Stufe lief vollautomatisch bei entspannten 150 Grad für volle drei Stunden. In dieser Zeit musste ich fast nichts tun, außer das schwere Stück Fleisch nach der halben Zeit einmal zu wenden. Beim Anschnitt lief der klare Saft förmlich heraus. Das Fleisch war so weich, dass man fast kein Messer brauchte, die Kruste war kräftig und der feine Geschmack nach echtem Holzfeuer machte das Essen zu einem echten Erlebnis.

5 konkrete Anwendungsszenarien für Ihren Alltag

Damit Sie sich vorstellen können, wie dieses Gerät Ihr Leben bereichert, habe ich fünf Situationen gesammelt:

  1. Der gesellige Abend mit der Familie: Jeder belegt seine Pizza selbst mit seinen Lieblingszutaten. Da der Ofen jede Pizza in wenigen Minuten fertigstellt, sitzen alle zusammen draußen und niemand muss alleine in der Küche stehen.
  2. Das stressfreie Abendessen nach der Arbeit: Sie kommen hungrig nach Hause. Anstatt mühsam Kohle anzuzünden, stecken Sie den Ofen ein, warten zehn Minuten und haben sofort ein perfektes Steak oder Gemüse auf dem Teller.
  3. Die große Gartenparty: Sie erwarten viele Freunde und möchten einen riesigen Braten anbieten. Sie stellen das Fleisch in den Ofen und lassen die Automatik arbeiten. Sie haben die Hände frei und können sich in aller Ruhe um Ihre Gäste kümmern.
  4. Kochen im Hochsommer: Wenn das Thermometer draußen über 30 Grad anzeigt, möchte niemand den Backofen im Haus einschalten und die Wohnung in eine Sauna verwandeln. Sie verlagern das Kochen einfach nach draußen.
  5. Der leichte Einstieg in die Räucherwelt: Sie wollten schon immer Fleisch selbst verfeinern, fanden es aber zu kompliziert. Hier füllen Sie nur einen Löffel Pellets ein und drücken Start. Der Rest geschieht von Zauberhand, absolut sicher und mit großartigem Geschmack.

Reinigung und Pflege leicht gemacht

Niemand verbringt nach dem gemütlichen Essen gerne Stunden mit Schrubben. Auch hier wurde mitgedacht. Das dicke schwarze Blech und den Gitterrost können Sie ganz bequem in die Geschirrspülmaschine stellen. Das spart Ihnen das mühsame Reinigen am Spülbecken. Den Pizzastein dürfen Sie auf keinen Fall in Wasser tauchen oder mit Seife behandeln, da er das Wasser wie ein Schwamm aufsaugen würde. Ihn wischen Sie nach dem Abkühlen einfach nur mit einem trockenen oder leicht feuchten Lappen ab. Den leeren Innenraum des Ofens wischen Sie, wenn er nicht mehr heiß ist, ebenfalls mit einem Tuch aus. So sieht das Gerät schnell wieder einsatzbereit aus.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Brauche ich einen besonderen Stromanschluss für den Ofen? Nein, überhaupt nicht. Der Ofen wird an eine ganz normale Haushaltssteckdose angeschlossen. Er nutzt die vorhandene Stromstärke optimal aus.

2. Darf der Ofen bei schlechtem Wetter im Freien bleiben? Ja, das Gehäuse ist so gebaut, dass ihm normales Spritzwasser und leichter Regen nichts anhaben können.

3. Muss ich die Holzpellets der gleichen Marke nachkaufen? Das ist empfehlenswert, weil sie die perfekte Größe haben. Sie können aber auch andere saubere Holzpellets verwenden, solange sie ausdrücklich für Lebensmittel gedacht sind.

4. Wie viele Pellets verbrauche ich bei einem Einsatz? Der Verbrauch ist erstaunlich gering. Sie benötigen pro Durchgang nur eine sehr kleine Schaufel voll, das entspricht etwa 50 Gramm. Ein Beutel reicht wochenlang.

5. Wird das Gerät von außen beim Kochen sehr heiß? Ja, besonders oben und an der Klappe wird das Metall sehr warm. Es führt bei leichter Berührung nicht sofort zu Wunden, aber Sie sollten vorsichtig sein, besonders wenn Kinder spielen.

6. Kann ich den Ofen auch in meiner Küche benutzen? Nein, das ist nicht erlaubt. Das Gerät ist nur für den Betrieb draußen gebaut, da beim Braten mit Öl oder beim Einsatz des Holzes Rauch entsteht, der nach oben abziehen muss.

7. Wie lange muss ich warten, bis ich meine Pizza backen kann? Um auf über 300 Grad Hitze zu kommen, braucht das Gerät nur etwa zehn bis dreizehn Minuten. Das ist sehr viel schneller als bei einem großen gemauerten Ofen.

8. Kann ich auch normales Brennholz in das Gerät werfen? Auf gar keinen Fall! Das kleine Fach an der Seite ist nur für gepresste Holzpellets gedacht. Normales Holz brennt anders und würde die Technik im Inneren zerstören.

9. Muss der Pizzastein vor der ersten Benutzung stundenlang eingebrannt werden? Nein, der Stein ist direkt aus der Verpackung heraus startklar. Sie sollten ihn lediglich vor der Pizza immer im Gerät mit aufheizen lassen.

10. Geht der Ofen aus, wenn ich die vordere Klappe öffne? Nein, er heizt kontinuierlich weiter. Das hat den Vorteil, dass die Kälte von draußen nicht sofort alles abkühlt, wenn Sie nur kurz prüfen wollen, ob das Essen fertig ist.

11. Gibt es sinnvolles Zubehör, das ich mir später noch zulegen kann? Ja, der Hersteller bietet unter anderem einen genau passenden Tisch, eine Schutzhülle für den Winter und einen speziellen Schieber für Ihre Pizzen an.

12. Kann ich das Gerät alleine an einen anderen Platz tragen? Ja, eine gesunde erwachsene Person kann das Gerät problemlos heben. Es ist aber kein Leichtgewicht, weshalb es am besten einen festen Platz auf Ihrem Tisch bekommt.

13. Reicht das Stromkabel bis zur Wand? Das Kabel misst 1,40 Meter. Das reicht völlig, wenn die Steckdose in der Nähe des Tisches ist. Falls nicht, nehmen Sie ein normales, sicheres Verlängerungskabel für draußen.

14. Wie groß darf meine Auflaufform im Inneren sein? Der Raum ist etwa 33 mal 33 Zentimeter groß. Ihre Form sollte ein paar Zentimeter kleiner sein, damit die heiße Luft an den Seiten gut an das Essen herankommen kann.

15. Was passiert mit all dem Fett, das beim Braten entsteht? Das Fett tropft sicher auf das mitgelieferte, tiefe Backblech ab. Von dort können Sie es nach dem Abkühlen leicht in den Müll geben und das Blech einfach reinigen.

Mein ausführliches Fazit

Nachdem ich den Ninja Woodfire Elektrischen Outdoor Ofen, Pizzaofen und Smoker OO101EU nun sehr ausführlich unter echten Alltagsbedingungen getestet habe, kann ich Ihnen eine ehrliche und vor allem klare Meinung geben. Dieses Gerät ist kein überteuertes Spielzeug, das nach zwei Wochen in der Garage verstaubt. Es ist eine enorm hilfreiche und durchdachte Bereicherung für jeden, der gerne draußen isst.

Was mich wirklich überrascht hat, ist die absolute Zuverlässigkeit. Sehr oft versprechen Firmen, dass ihre Maschinen alles können, scheitern dann aber bei der Umsetzung. Hier ist das anders. Wenn Sie ein Steak zubereiten wollen, sorgt das Gerät für eine Hitze, die eine perfekte Kruste schafft, ohne das Innere auszutrocknen. Wenn Sie Pizza backen, arbeitet der dicke Stein so gut, dass der Teig wunderbar luftig wird. Und wenn Sie einen großen, dicken Braten zubereiten möchten, nimmt Ihnen die Automatik die ganze schwierige Arbeit ab. Sie füllen etwas Holz ein, wählen das Programm und das Fleisch wird von alleine weich, zart und bekommt einen tollen Geschmack nach offenem Feuer.

Die einfache Handhabung ist ein riesiger Vorteil. Es gibt keine komplizierten Handbücher, die man studieren muss. Die Drehräder erklären sich von selbst. Das nimmt einem unheimlich viel Stress, gerade wenn man Gäste erwartet und sich nicht die ganze Zeit auf das Feuer konzentrieren möchte. Einziger Punkt, den Sie bedenken sollten: Bei extremer Hitze und Fett entsteht Rauch. Das Gerät gehört deshalb wirklich auf die Terrasse oder den Balkon und nicht in geschlossene Räume.

Zusammenfassend spreche ich für diesen Ofen eine vollkommene Kaufempfehlung aus. Wer das Leben im Garten liebt und fantastisches Essen ohne die übliche Arbeit mit Holzkohle genießen möchte, ist hier genau richtig. Der Preis ist für diese langlebige Qualität absolut angemessen.

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Hinweis: Dieser Blogpost dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Kaufempfehlung dar.
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